Mit Siebdruck dauerhafte Ergebnisse erzielen

Siebdruck einfarbig oder mehrfarbig

Siebdruck ist eine Fertigungsmethode, die sich besonders für mittlere und hohe Auflagen eignet. Da beim Siebdruck erst die Siebe hergestellt werden müssen, ist bei kleinen Stückzahlen der Kostenaufwand zu hoch. Ab etwas größeren Stückzahlen fängt der niedrige Druckpreis die Vorkosten jedoch auf, da diese durch die gesamte Auflage geteilt berechnet werden. Durch eine Vielzahl an speziellen Farben kann auch auch auf schwierigen Materialien fast immer eine sehr gute Haltbarkeit erzielt werden. So lassen sich beispielsweise bereits glasierte Keramiktassen mittels einer Siebdruckfarbe, die sich nach dem Druckvorgang einbrennen lässt, sehr haltbar bedrucken.

Siebe für den Siebdruck herstellen

Auf einen stabilen und verformungsresistenten Rahmen wird ein Gewebe aus Kunststoff oder Metall gespannt. Je nach den Anforderungen an die Details des Motivs und den erforderlichen Farbauftrag variiert hier die Anzahl der Fäden des Siebgewebes pro Zentimeter. Das Gewebe wird mit einer lichtempfindlichen Schicht beaufschlagt und mit einem Film belichtet. Früher wurden diese Filme meist auf reprographischem Wege erstellt, hier hält auch immer mehr der Digitaldruck Einzug. Größere Betriebe können mittels eines Siebbelichters direkt die Filmschicht belichten. Bei der Belichtung härten die Teile des Siebs, auf den durch den Film Licht einfällt, aus. Der Rest wird nach der Belichtung ausgewaschen, so entstehen die farbdurchlässigen Flächen des Drucksiebs.

Mehrfarbige Siebdrucke

Um mit Siebdruck mehrfarbige Ergebnisse zu erzielen, werden für jede Farbe ein Film und ein Sieb benötigt. Mittels sogenannter Passer kann bei der Einrichtung die Siebdruckmaschine so eingerichtet werden, dass die jeweiligen Farbanteile exakt übereinander passen. Für fotoähnliche Motive werden vier Farben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) sowie eine eventuell erforderliche fünfte Farbe (üblicherweise Weiß) für den Unterdruck verwandt. Der Unterdruck sorgt bei dunklen Untergründen für die erforderliche Leuchtkraft der Farben.

Siebdruck - Der Druckvorgang

Die fertigen Siebe werden in eine Siebdruckmaschine eingespannt und bei mehrfarbigen Druckvorgängen erfolgt die passergenaue Ausrichtung zueinander. Danach wird auf das Sieb die Farbe aufgetragen und beim eigentlichen Druckvorgang mittels eines Rakels die Farbe durch das Sieb gedrückt. Das kann von Hand geschehen oder teilweise oder gar vollständig automatisiert geschehen. Mehrfarbige Siebdrucke erfordern eventuell noch einen Zwischenschritt nach jedem Farbauftrag, die Zwischentrocknung. Bei einigen Kunststoffen wird das Druckgut direkt vor dem Siebdruck noch beflammt oder mittels Corona-Vorbehandlung zur besseren Farbaufnahme vorbereitet.